Im Auftrag der Internationalen Schelling-Gesellschaft herausgegeben von Walter E. Ehrhardt und Jochem Hennigfeld (Herausgeber), Paul Ziche (Autor), Petr Rezvykh (Autor), Daniel Di Liscia (Mitwirkende)
Talk – https://talk.vonabisw.de/Kepler/Kepler.mp4
Youtube – https://www.youtube.com/watch?v=sqQzDqPb8v0
KI – Texte – https://talk.vonabisw.de/Kepler/Rezension.pdf – 1-25

„Sygkepleriazein“ ist ein von den Autoren (Paul Ziche, Petr Rezvykh u.a.) in der Schellingiana, Band 21 geprägter Kunstbegriff, der das ,,Mit-Kepler-Denken“ oder die intensive Auseinandersetzung mit Johannes Kepler im 19. Jahrhundert beschreibt. Er bezeichnet die Umdeutung von Keplers Genialität und Intuition zu einer wissenschaftlichen Methode im Kontext von Schellings Naturphilosophie und dem Empirismus.
Neues Verständnis der Kepler-Rezeption: Der Begriff umfasst die Versuche um 1840, Keplers Arbeit nicht nur historisch zu würdigen, sondern dessen Methodik (Phantasie, Intuition) für die Wissenschaftstheorie des 19. Jahrhunderts fruchtbar zu machen.
Synthese von Philosophie und Empirie: Das Buch zeigt, daß idealistische Ansätze (Schelling) und nach-idealistische Methoden (empirische Wissenschaft) sich nicht ausschließen, sondern in der gemeinsamen Arbeit an Keplers Erbe („Sygkepleriazein“) verbinden.
Hintergrund: Das Buch analysiert basierend auf Archivalien, wie Schelling und seine Zeitgenossen Keplers Werk neu interpretierten und eine Gesamtausgabe initiierten. Das Buch dokumentiert, wie Schelling sich für die erste Gesamtausgabe von Keplers Werken einsetzte, um dessen „Genialität“ als legitimes Kennzeichen wissenschaftlicher Methode gegen die Kritik des reinen Induktivismus zu verteidigen.
